Richtiges Brusttraining

Viele Männer wollen eine große und kräftige Brustmuskulatur haben, doch bei den meisten klappt es damit nicht so wirklich. Obwohl die Brust oft trainiert wird, scheint der Brustmuskel nicht richtig zu wachsen. Und genau hier liegt oft der Fehler. Die Brust wird eventuell zu oft trainiert und dabei werden andere wichtige Muskeln vernachlässigt.

Wenn man eine große Brustmuskulatur haben möchte, dann muss man auch andere Muskeln im passenden Verhältnis dazu trainieren.

Im Prinzip muss man zwei Sachen beachten, damit die Brustmuskulatur vernünftig wächst. Das ist einmal das Training der Brustmuskulatur und der zweite Punkt ist eine muskuläre Balance zu anderen Muskelgruppen. (Eine ausgewogene und eiweißreiche Ernährung sowie ausreichende Regenerationsphasen sind natürlich selbstverständlich, um allgemein Muskeln aufzubauen.)

Das Brusttraining

Was ist wichtig, damit ein Brusttraining wirklich effektiv ist?

Hier mal eine Übersicht dazu:

  1. Das Training sollte hauptsächlich mit freien Gewichten ausgeführt werden
  2. Seilzüge sind auch sehr effektiv (z. B. Cable cross)
  3. Variation beim Brusttraining einbringen (verschiedene Übungen, Gewichte ändern, Wiederholungen ändern, Reihenfolge der Übungen ändern, verschiedene Trainingsmethoden)
  4. Komplett saubere Ausführung der Übung (gleichmäßiges Ausführungs-Tempo, langsames Ausführungs-Tempo, voller Bewegungsradius,  kein Hochschmeißen der Gewichte!)
  5. Regeneration der Brustmuskulatur beachten (Erst wieder trainieren, wenn die Brust komplett regeneriert ist)
  6. Passende Splittung zu anderen Muskelgruppen (andere Muskelgruppen sollten nicht in die Quere bei der Regeneration kommen)
  7.  Training sollte progressiv verlaufen, andernfalls sind die vorherigen 6 Punkte nicht richtig abgestimmt worden (eine Leistungssteigerung sollte immer nach einer gewissen Zeit eintreten, sonst stimmt etwas mit dem Training nicht)

Muskuläre Balance zu anderen Muskelgruppen

Wichtig ist es, dass der Körper immer in der Gesamtheit betrachtet wird und nicht nur eine Teilbereich wie eben die Brustmuskulatur. Der Körper besteht aus vielen verschiedenen Muskelbereichen und Bewegungsapparaten. Diese müssen alle in einer gewissen Balance austrainiert sein. Alle Muskelbereiche haben eine gemeinsame Wirkung auf den Körper und unterstützen sich gegenseitig beim Training.

Allgemein gibt es immer einen Agonisten und einen Antagonisten, also eine Spieler und einen Gegenspieler. Der Agonist beim Brusttraining ist der Brustmuskel und der Antagonist ist der Rückenmuskel. Umgekehrt ist der Agonist beim Rückentraining der Rückenmuskel und der Antagonist der Brustmuskel.

Je nachdem was man trainiert, ist die gegenüberliegende Seite der Antagonist und der trainierte Muskel der Agonist. Genau hierbei ist es wichtig, dass der gesamte Körper sich in einer Balance befindet. Denn ein Training, bei welchem beispielsweise nur oder hauptsächlich die Brustmuskulatur trainiert wird, führt auf Dauer zu einer sehr schlechten Körperhaltung und zu einer allgemeinen schlechten Entwicklung der Muskelgruppen.

Wenn man also eine gut entwickelte Brustmuskulatur haben will, dann muss man auch viel die Rückenmuskulatur trainieren, denn das bewirkt, dass die Schultern sich nach hinten ziehen und somit die Brust mehr zum Vorschein kommt. Die Rücken-Muskulatur ist dabei ein sehr wichtiger Faktor, denn beim Rücken-Training wird die Brustmuskulatur auch trainiert. Somit erzeugt man einen doppelten Effekt. Die Körperhaltung wird verbessert und man trainiert die Brustmuskulatur.